
Cassia, mit bürgerlichem Namen Jeanne Cassia Haecker, habe ich Anfang der 80er Jahre im Club Risiko in Berlin kennengelernt. Sie lebte damals mit Lucie Weishaupt, genannt Penny im „Penny Lanes“ einer Mischung aus Kult-Frisör-Salon / Installation /Club in einem ehemaligen Döner-Imbiss – Teil des besetzten Hauses KOB in der Potsdamer Straße in Berlin. (Die Installation existiert -in gewachsener Form- noch heute.) Penny und Cassia waren die Frisösen der angesagten Punk-Frisuren und schnitten nicht nur in ihrem –v. öffentlicher Wasserversorgung abgekappten Salon / Performance-Hauptquartier in der Potse sondern auch auf Punk-Konzerten, vor dem Mitropa, in der Oranien-Bar oder etc.
„Live fast, die young“ war die Parole der 80er-Jahre-Szene in Berlin, inclusive Drogen aller Art und Interesse an allem Unbürgerlichen/anti 68erei bis hin zu Magie, Illuminaten, Okkultismus. Es wurde alles ausprobiert. Mit Hans-Otto Richter, TV-Victor und Anno Dittmer gründete Cassia die band „manna machine“. 1985 wurde Cassia schwanger, hat eine Tochter geboren. Sie identifizierte sich zunehmend mit Jeanne d’Arc und hat sich am Faschingsdienstag 1986 bekleidet mit einer Gummibärchenkette in Cuxhaven am Strand mit Benzin übergossen und verbrannt.
